Renovationsbedarf
bei Verbindungsschläuchen
Vor 15 Jahren stand die Schweiz am Anfang einer
Hochkonjunktur-Phase. Die Wirtschaft boomte, die privaten Haushalte
verzeichneten eine Steigerung ihrer Kaufkraft, zahlreiche Bedürfnisse
bzw. Wünsche, die noch kurz zuvor ihrer Erfüllung harrten, konnten
befriedigt werden. Es war die Zeit, als Neubauten in Serie mit
Geschirrspülern versehen wurden. Heute, eineinhalb Dekaden später,
sind die Geräte in die Jahre gekommen -und mit ihnen auch die mit dem
Wasserkreislauf verbundenen Einheiten sowie die Dichtungen in den
Anschlussstücken. Nun kann es mal vorkommen, dass die damals
installierten, flexiblen Wasseranschlüsse unter Druck plötzlich
reissen. Das Wasser läuft aus, vor dem Geschirrspüler entsteht eine
sich rasch ausbreitende Wasserlache. Der Schaden ist manifest, es kommt
zu einem Notruf, der Sanitärinstallateur ist zur Stelle, er repariert
oder wechselt aus, der Schaden ist behoben. Doch es gibt auch heimtückischere
Schäden, die zwar weniger augenfällig, dafür um so mehr ins Auge
gehen können: Wenn der Schlauch nicht in einem Mal reisst, sondern
langsam brüchig wird und Wasser durch Hohlräume bzw. Bauteile in Räume
sickert, die dem Auge des Betrachters bzw. Bewohners verborgen bleiben.
In solchen Fällen kann sich ein enormer Schaden bilden. Das Wasser
sucht sich seinen Weg durch die Wände, quasi das Gerippe des Hauses,
und tritt oft mehrere Meter weg von der undichten Stelle wieder auf -womöglich
in der Wohnung des Nachbars. Solche Schäden können hohe Forderungen
auf Schadenersatz nach sich ziehen. Doch das lässt sich abwenden. Die
Technische Kommission Sanitär empfiehlt deshalb Sanitärinstallateuren,
ihre Kunden auf dieses Schadenpotential aufmerksam zu machen und als
Dienstleistung die Ueberprüfung der Geschirrspüler-Wasserverbindungen
anzubieten, ganz nach dem Motto " Vorbeugen ist besser als
heilen".
Technische Kommission Sanitär
Schweizerischer Spenglermeister-
und Installateur-Verband
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SSIV-Bulletin Nachdruck
April 1998